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Verlorene Corona Generation?

Im März 2021 erschien die neue Jugendwertestudie 2021, für die Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 29 Jahren zu ihrem Leben in der Corona-Krise befragt wurden. Wir haben für dich die wichtigsten Facts aus der Studie zusammengefasst!

Jugendwertestudie 2021

(c) iStock/SDI Productions

Über 70 Prozent der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen glauben den Politikern und Politikerinnen nicht, dass sie die Corona-Krise im Griff haben, fast 50 Prozent bewerten die Arbeit der Bundesregierung mit den Schulnoten "genügend" oder "nicht genügend".

Unter den Maßnahmen gegen das Corona-Virus empfinden sie Abstandsregeln, Maskenpflicht und Kontakt-beschränkungen überwiegend angemessen. Die Schließung von Gastronomie, Geschäften, Sportstätten, Schulen und Kindergärten wird überwiegend als unangemessen empfunden.

Am meisten vermisst die Jugend in der Zeit der Corona-Beschränkungen das Zusammensein mit den Freunden und Freundinnen. Fast überhaupt nicht vermisst wird Schule, Universität oder Arbeit.

Lediglich rund 50 Prozent der 16- bis 29-Jährigen wollen sich auf alle Fälle oder wahrscheinlich impfen lassen.

Düstere Zukunftsperspektiven

Nur mehr ein Viertel der Jungen sieht mit Zuversicht in die Zukunft. Besonders besorgt blicken die 16- bis 19-Jährigen auf das Morgen. Im Vergleich zum Jahr 2019 ist die Zahl der Jugendlichen, die das Leben als „Suche nach Halt“ erfahren von 69 Prozent auf 82 Prozent gestiegen. Auf einer Jugend unter Druck lastet nun noch mehr Druck.

Vor allem unter den Jugendlichen der bildungsfernen Schichten herrscht die Angst, dass die Politik die Corona-Krise dazu missbrauchen könnte, um die Freiheit der Menschen generell einzuschränken. Die bildungsnahen Schichten identifizieren sich deutlich mehr mit dem Corona-Management des Staates.

Quelle: Die T-Factory Trendagentur in Kooperation mit dem Institut für Jugendkulturforschung