A- A A+

Impfungen gegen das Coronavirus

Seit Dezember sind die ersten Impfstoffe in den meisten Ländern gegen das Coronavirus zugelassen. In Österreich wurden bereits die ersten Personen gegen das Coronavirus geimpft.

(c) iStock/alashi

Das Ziel der Impfungen ist es, den Menschen auf einen späteren Kontakt mit einem Krankheitserreger vorzubereiten und Antikörper zu erzeugen. Tritt die Infektion mit dem echten Erreger dann tatsächlich auf, ist der Körper gerüstet. Impfungen sollen also dabei helfen, die Abwehrkräfte zu stärken und die Krankheit schneller abwehren zu können. Im besten Fall erkrankt man dann gar nicht. Sie sollen aber auch dazu beitragen, die Corona-Pandemie einzudämmen.

In Österreich gibt es mittlerweile zwei zugelassene Impfstoffe von den Herstellern Biontech/Pfizer aus Deutschland und von Moderna aus den USA. Im Februar wird voraussichtlich ein dritter Impfstoff in der Europäischen Union zugelassen. Es handelt sich um den Impfstoff von Astra- Zeneca. Die Impfstoffe basieren auf unterschiedlichen Technologien, sie müssen aber alle ein Test- und Zulassungsverfahren durchlaufen.

Die Impfschritte

Die Impfungen werden in Etappen geliefert. Zunächst werden Menschen geimpft, die ein hohes Risiko tragen, schwer zu erkranken. Also ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen. Auch Berufsgruppen im Gesundheitsbereich werden in der ersten Phase geimpft, etwa Ärzte und Pflegepersonal. Später können sich auch alle anderen Menschen  impfen lassen. Dann werden auch die praktischen Ärzte und Ärztinnen über Impfstoffe verfügen.

Keine Impfung für Kinder

Derzeit ist der Impfstoff nur für Menschen ab 16 Jahren zugelassen. Kinder werden vorerst nicht geimpft, denn ihr Immunsystem reagiert ganz anders als jenes von Erwachsenen. Das heißt, der Impfstoff muss erst ausführlich getestet werden.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Nach der Impfung kann es zu einer Schwellung und Rötung an der Einstichstelle kommen. Auch Müdigkeit, Fieber sowie Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen können auftreten. Diese klingen in der Regel nach drei Tagen ab und können bei allen Impfungen vorkommen.

Sind bereits Allergien gegen andere Impfstoffe bekannt, dann wird in der Regel von einer Impfung abgeraten. Menschen mit Autoimmunerkrankungen oder anderen Vorerkrankungen. sollten Risiken und Nutzen der Impfungen immer mit den behandelnden Ärzten oder behandelnden Ärztin abklären.

Wie lange besteht der Impfschutz?

Wie lange der Impfstoff Schutz gegen das Coronavirus bietet, kann derzeit noch nicht beantwortet werden. Dazu müssen die Testgruppen noch über einen längeren Zeitraum beobachtet werden.

Solange keine genauen Daten vorliegen, werden auch geimpfte Personen alle Maßnahmen, wie etwa Masken tragen, Abstand halten, Handhygiene und Niesetikette weiterhin einhalten müssen.

Quellen:

www.derstandard.at

www.quarks.de

www.who.int/publications