Unsichtbare Symptome und Auswirkungen von Multipler Sklerose

Am 29. Mai 2019 ist Welt-Multiple-Sklerose-Tag. Was es heißt, mit Multipler Sklerose zu leben und wie sich die Krankheit im Körper von Betroffenen auswirkt, versuchen wir hier zu erklären. Vielleicht kannst du deine Eltern, Angehörigen oder Freunde, die an dieser Krankheit leiden, dann besser verstehen.

Stell dir vor, du bist krank, aber keiner sieht es. Du leidest und bist müde, aber keiner bemerkt es und keiner hilft dir.  So ähnlich geht es Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind. Denn die Auswirkungen der Krankheit können sie spüren. Für andere sind sie unsichtbar.

 

Ständig müde?
Menschen mit Multipler Sklerose sind häufig sehr, sehr müde. Auch wenn sie alltägliche Dinge machen, sind sie schnell errschöpft , vor allem am Nachmittag und Abend.Und es hilft nicht, einfach mehr zu schlafen. Man nennt dieses Krankheitszeichen auch Fatigue.

Blasen- und Darmprobleme
Auch Probleme mit der Blase und Verstopfung sind unangenehme Begleiter der Krankheit. Es kann passieren, dass betroffene Personen entweder sehr schnell und unkontrolliert auf die Toilette müssen, oder dass die Blase nur unvollständig geleert werden kann. Das nennt man dann Harnstau.  Durch einen Harnstau kann es schnell zu einer Infektion kommen. Das Entleeren der Blase ist dann mit Schmerzen verbunden.

Hitze macht alles schlimmer
Rund 80 Prozent der Menschen mit Multipler Sklerose sind vom sogenannten „Uhthoff-Syndrom“ betroffen. Durch Hitze kann sich die  Müdigkeit verschlechtern und  im schlimmsten Fall in Lähmungserscheinungen äußern, die sich jedoch stets zurückbilden. Kühlende Maßnahmen und Sport  helfen!

Traurig sein
Depressiv sein bedeutet, dass man zutiefst traurig ist, sich als schlechter Mensch fühlt und glaubt, dass man nichts im Leben schaffen wird und kann. Wenn diese Traurigkeit sehr stark ist und lange anhält, spricht man auch von Depression.
Wichtig: Für Angehörige ist es oft nicht leicht, mit einem depressiven Familienmitglied zu leben. Viele wissen nicht, wie sie mit dem Betroffenen am besten umgehen sollen. Sie fühlen sich hilflos oder ärgern sich vielleicht über den Erkrankten. Kinder verstehen vielleicht nicht, wieso Mama nicht zum Spielplatz gehen kann. Oder sie fragen sich, was sie selbst falsch gemacht haben. Dauert die Depression längere Zeit an, fühlen sich viele Angehörige überlastet. Denn sie müssen nun viele Aufgaben übernehmen, die früher der Kranke selbst erledigt hat.

Probleme, sich etwas zu merken
Menschen mit Multipler Sklerose klagen im Verlauf der Erkrankung oft über Probleme mit dem Gedächstnis. Sie sind dann häufig unaufmerksam, vergesslich und unkonzentriert.

Kribbeln im Körper
Taubheit und Kribbeln gehören zu den häufigsten Beschwerden der Multiplen Sklerose. Diese Empfindungen können sich vielfältig äußern – beispielsweise als Ameisenlaufen, Brennen oder „wie Watte zwischen den Fingern“. Auch ein Kältegefühl oder ein Gefühl, „als ob ein Gürtel um den Brustkorb gelegt wäre“ wird beschrieben.
Spezielle Hilfe und Rat für Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, sowie für Angehörige bietet die kostenlose MS Hotline unter 0800 311 340.

Quelle: 2019.weltmstag.at/unsichtbare-symptome-und-auswirkungen-von-multipler-sklerose/