Welttag des Schlaganfalls: Bei Verdacht die Rettung rufen!

Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für eine Behinderung im Alter. Manche Folgen lassen sich vermeiden, wenn die Symptome erkannt werden und rasch die Rettung alarmiert wird.

Frau mit Verdacht auf Schlaganfall wird mit leicht erhöhtem Oberkörper gelagert.

Am 29. Oktober ist der Welttag des Schlaganfalls. An diesem Tag möchte man in Erinnerung rufen, dass rasche Hilfe lebenswichtig ist. Ein Schlaganfall ist eine lebensbedrohliche Situation. Doch viele Betroffene wie auch Angehörigen erkennen die Warnsignale nicht und rufen zu spät Hilfe.

„Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Wer die Symptome für einen Schlaganfall rechtzeitig erkennt und die Rettung alarmiert, kann helfen, schwere Folgeschäden zu vermeiden“, erklärt Dr. Gabi Lerche, stv. Chefärztin der Johanniter.

Hinweise auf einen Schlaganfall

Typische Anzeichen für einen Schlaganfall sind plötzlich auftretende Lähmungen. Häufig ist eine Gesichtshälfte oder gar eine Körperhälfte gelähmt. Es kann auch ein Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Arm, Bein oder Gesicht auftreten. Auch Kopfschmerzen, Schwindel, Sprach- und Sehstörungen können Hinweise sein, ebenso Konzentrationsstörungen oder Verwirrtheit. Die Beschwerden können isoliert, aber auch in Kombination auftreten.

So kannst du helfen: 

  • unter der Nummer 144 sofort den Rettungsdienst alarmieren
  • den Betroffenen beruhigen
  • beengende Kleidung lockern
  • Person mit leicht erhöhtem Oberkörper lagern
  • Ist der Betroffene bewusstlos, sollte er in die stabile Seitenlage gebracht werden
  • Ist der Betroffene bewusstlos und atmet nicht (oder nicht normal), sofort reanimieren bis die Rettung eintrifft

Erste-Hilfe-Video
Wie man mithilfe des FAST-Tests die Warnhinweise auf einen Schlaganfall überprüfen kann, erklären die Johanniter in diesem Erste-Hilfe-Video

Weitere Infos
25.000 Österreicher erleiden jährlich einen Schlaganfall, er stellt die dritthäufigste Todesursache dar. 1,4 Prozent der Männer und 1,9 Prozent der Frauen sterben daran, so die Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft (ÖGSF).